Winterferien


Montag: Mit dem Lied „Ich hab Freude zu verschenken“ startete der Morgenkreis in die erste Winterferienwoche. Die Kinder konnten ihre Fragen stellen, z.B. „Brauchen wir heute einen Schlitten?“, und erhielten einen kurzen Überblick der Woche. Die Spurensuche im Schlosspark bildete den Auftakt.

Der Dienstag wurde durch das Thema Kochduell wieder zu einem fairen Ringen nach dem besten Gericht. Zur Auswahl standen jeweils 4 Gerichte und die Kinder entschieden sich letztlich für Vorsuppe, Lasagne (vegetarisch und mit Fleisch) und Himbeereis. Selbstständig schrieben die Kinder ihre Einkaufslisten und zogen mit einem begrenzten Geldbudget los. Danach wuselte es überall in den Horträumen und fast pünktlich um 12.00 Uhr war das Menü für 40 Personen fertig. Die Jury, die aus unserer Sekretärin und dem Hausmeister bestand, werteten alle Gerichte mit 9 Punkten. Einfach klasse!

Mittwoch: „Wie lange fahren wir bis nach Wismar?“, fragte Zoe, als wir gerade im Zug saßen. Unsere Reise führte uns zum wieder ins phanTECHNIKUM nach Wismar. Das phanTECHNIKUM ist eine Ausstellung, die sich abwechslungsreich und interaktiv präsentiert. Experimente, Modelle zum Anfassen und viele Laboratorien machen das phanTECHNIKUM zu einer lebendigen Einrichtung. Wir erfuhren hier bei den Laborexperimenten Neues über das Element Luft.

Donnerstag stand das Lesen in den Kitas auf dem Programm. So machten sich Kinder in verschiedene Kooperationskindergärten(Kinderhäuser St.Julie Billert Neustadt-Glewe und St. Helena Ludwigslust, sowie Alexandrinenstiftkindergarten und die Wabe Naturtalent) auf den Weg. Voller Vorfreude ging es für die Gruppe mit Zoe, Michelle, Jannis, Henriette und Dayan zur Wabe Naturtalent. Im Gepäck haben sie ihre Lieblingsbücher, die sie heute den Kita Kindern vorlesen möchten. Freundlich werden sie von Erzieher Markus Neumann empfangen. Im Morgenkreis stellt Henriette die Kinder vor und berichtet, was sie vorhaben. In ruhige gemütliche Ecken ziehen sich die Vorleser mit ihren Gruppen zurück. Aufmerksam lauschen die Kleinen den Geschichten. Dayan bringt es am Ende auf 5 Bücher!

Freitag ist Wochenende, aber nicht bei uns. Die Kinder hatten sich einen Spielzeugtag gewünscht. Ganz besonders freute sich Amelia auf den Konzertbesuch „Große Musik für kleine Leute“. Sie kam extra noch diesen Tag in den Hort und ließ sich vom Jugendorchester in der Sporthalle verzaubern. Besonders mutige Kinder folgten der Einladung des Dirigenten und tanzten ihren ersten Walzer.

Die zweite Winterferienwoche startete mit einer zünftigen Rosenmontagsparty. An diesem Tag tummelten sich im Hort die verschiedensten Gestalten: Hexen, Zauberer, Indianer, Clowns, Prinzessinnen, Feen, Elfen und Polizisten, Sheriffs und Cowboys, um nur einige zu nennen. Sie alle hatten riesen Spaß beim Spielen, Schminken, Hot Dog zubereiten. Lecker schmeckten die selbst hergestellten Smoothies aus verschiedenen Früchten.
Der Dienstag stand im Zeichen einer Faschingsnachlese und begann mit dem Katerfrühstück. Natürlich durfte dazu nicht der Rollmops fehlen. Nicht nur der Rollmops war sauer, auch die Gesichter der mutigen Kinder, die ihn probierten, verzogen sich heftig. Später wurden alle Faschingsgirlanden und Deko abgehangen und verstaut.
Der dritte Tag war Aschermittwoch. Warum hieß er so und was hatte das zu bedeuten? Dem wollten die Kinder mit den Erzieherinnen zusammen nachspüren. Zunächst versammelten sich alle im Innenhof der Schule. Frau Kleine hatte eine niedrige Metalltonne besorgt und es standen die getrockneten Buchsbaumzweige alias Palmzweige vom Palmsonntag des Vorjahres bereit ebenso eine Handvoll Faschingskonfetti. Frau Kleine erklärte die Aschebereitung als Symbol der Vergänglichkeit. Es wurde das Feuer entzündet und die Kinder warfen nacheinander die getrockneten Zweige in die kleine Tonne. Alles verbrannte zu Asche. Diese nahmen wir mit zur Andachtsfeier im Religionsraum. Unter Führung von Frau Kleine fanden gemeinsame Überlegungen zu Aschermittwoch, dem Beginn der 40-tägigen Fastenzeit, Verzicht und Veränderung statt. Die Kinder hörten von Frau Schneider den Bibeltext von der Versuchung Jesu in der Wüste. Fürbitten wurden von den Kindern vorgetragen. Danach überlegten die Kinder: Wie kann ich Verlockungen widerstehen? Was kann ich anders machen? Ihre Gedanken schrieben sie auf Papierhände. Frau Kleine erläuterte die Bedeutung der von den Kindern verzierten fünf Kerzen als Symbol für jeden Fastensonntag eine und die gestaltete Osterkerze. Anschließend erfolgte die Segnung der Asche. Frau Kleine und Frau Wellenbrock zeichneten mit der Asche ein Kreuz auf die Stirn der Kinder. Mit dem Vater-unser-Gebet und dem Segen endete die Andacht.
Am Donnerstag stand eine Überraschungsexkursion auf dem Programm. Doch der Tag begann mit Regen und die Exkursion drohte ins Wasser zu fallen. Frau Schneider hatte mit Paul in der Frühe schon Brötchen gebacken. Nach dem Frühstück nieselte es noch. Alle beschlossen die Exkursion trotzdem zu wagen. Sie sollte in den Schlosspark gehen. Sieben Kinder und Frau Wellenbrock bildeten die Vorhut und zogen als erste los. Im Gepäck befanden sich verschiedene Gemüsesorten wie z.B. Blumenkohl, Möhren, Zwiebeln, Kartoffeln, Kohlrabi, Sellerie aber auch Würstchen, alles Zutaten für unsere Mittagssuppe. Alle diese Zutaten versteckten die Kinder hinter Bäumen, Sträuchern, Büschen und Baumstümpfen. Gelbe Wollfäden, an Sträuchern gebunden, wiesen den anderen Kindern den Weg. Bald darauf folgten die anderen Kinder aus dem Hort den Spuren der Vorhut. Es machte den Kindern großen Spaß alle Zutaten ausfindig zu machen. Zurück im Hort musste das Gemüse geputzt, geschält und geschnippelt werden, denn daraus sollte unsere Suppe entstehen. Alle halfen mit und so war die Arbeit schnell erledigt. Unterdessen bereitete der Hausmeister im Innenhof der Schule ein Feuer zum Kochen vor und Frau Kleine hängte einen Suppenkessel darüber. Nach und nach kamen alle geschnippelten Zutaten in den Kessel zum Kochen. Lotte meinte: „ Es ist heute so abenteuerlich.“ Draußen wurden Tische aufgestellt und gedeckt, die frischen Brötchen kamen auf den Tisch und die gebrutzelten Wurststückchen serviert. Eine sehr schmackhafte Suppe war zubereitet, die allen hervorragend mundete.
Der letzte Ferientag, der Freitag, war ein Ausruhtag auch Chilltag genannt. Die Kinder genossen es, sich in die verschiedenen Horträume zurückzuziehen und ihre Spielideen zu verwirklichen. Am Nachmittag war in der Turnhalle Völkerball angesagt. So fanden die Winterferien mit Spaß und Freude ihren Ausklang im Hort.